Pressestimmen zu Lisa Eckharts Programm

Pforzheimer Kurier: Die dunkle Erlöserin

24.05.2019

thurgaukultur.ch: Der Teufel im Bodysuit

Kreuzlingen. Österreichs scharfzüngigster Kabarettexport denkt über die „Vorteile des Lasters“ nach.

Von Michael Lünstroth, 15.02.2019

Die österreichische Slam Poetin und Kabarettistin Lisa Eckhart erhält in diesem Jahr den Salzburger Stier. Ihr Auftritt beim Festival „Kabarett in Kreuzlingen“ macht deutlich, warum das so ist.

Wer wissen will, wie aus Ablehnung Grosses entstehen kann, sollte mal ein Kabarettprogramm von Lisa Eckhart ansehen. Als Lisa Eckhart sich in früheren Jahren an Schauspielschulen bewarb und einen Mephisto-Monolog vorsprechen wollte, wurde sie stets abgewiesen. Sie solle doch lieber Gretchen oder Julia spielen wurde ihr damals oft gesagt. Vielleicht aus Rache, vielleicht als Kompensation hat sie für ihr neues Bühnenprogramm „Die Vorteile des Lasters“ nun eine sehr mephistophelische Figur erdacht, die dem Publikum die Vorzüge der Sünde preisen will. Sie macht das, so viel sei schon verraten, so grossartig, dass man sich heute noch fragen muss, warum zum, nun ja, Teufel, damals keiner ihr Talent erkannte. Auf den Ruhm musste Lisa Eckhart trotzdem nicht lange warten, über die Poetry-Slam-Bühne ist sie hinaus gewachsen, die 27-Jährige gilt längst als eine der bösesten Kabarettistinnen im deutschsprachigen Raum, sie tritt regelmässig im Fernsehen auf, in diesem Jahr erhält sie mit dem Salzburger Stier, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Szene.

Hier der gesamte Zeitungsartikel zum Nachlesen:

https://www.thurgaukultur.ch/magazin/zum-teufel-3921

Generalanzeiger Bonn: Lisa Eckhart ist die Hohepriesterin der Todsünden

Bonn. Österreichs scharfzüngigster Kabarettexport denkt über die „Vorteile des Lasters“ nach.

Von Thomas Kölsch, 18.01.2019

Ohne Hölle ist das Leben fad. Langweilig. Kurzum, nicht länger lebenswert. Denn ohne die drohende jenseitige Bestrafung kann es auch keine Sünden mehr geben, mit denen man kokettieren kann, keine Verlockungen des Verbotenen mehr, kein verführerisches Laster und keine Lust.

Insbesondere dann, wenn diese zu Tugenden erklärt und hoffähig gemacht werden. Wenn All-You-Can-Eat-Buffets der Völlerei huldigen, Home-Shopping die Trägheit befördert und sogar der heilige Zorn zur Zimperlichkeit verkommt, läuft irgendetwas grundlegend falsch. Zeit, diese Missstände wieder geradezurücken. Zeit für Lisa Eckhart.

Die scharfzüngigste Kabarettistin der westlichen Hemisphäre stilisiert sich in ihrem neuen Programm „Die Vorteile des Lasters“ zur Hohepriesterin der Todsünden und versucht, ihr Publikum wieder auf den rechten Weg zu bringen. Also den, auf dem die kleinen und großen Vergehen wenigstens wieder etwas bedeuten.

Ihre Mission hat die Österreicherin nun auch ins Pantheon geführt. Hier tobt sie sich aus, mit rasiermesserscharfen Sätzen voll von ätzendem Zynismus und unbarmherzigen Wahrheiten. Ein literarischer Hochgenuss. Und eine bitterböse Abrechnung mit der Gesellschaft…

… Besseres satirisches Kabarett kriegt man derzeit auf jeden Fall kaum geboten.

Hier geht es zum gesamten Artikel:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/Lisa-Eckhart-ist-die-Hohepriesterin-der-Tods